Vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan bestimmt der Trubel um Kapitän Michael Ballack die Diskussion.
Bundestrainer Joachim Löw mahnt derweil hohe Konzentration an.
Miroslav Klose jagt den Rekord von Gerd Müller, Lukas Podolski will sich in seinem “Wohnzimmer” aus der Krise schießen
- doch Joachim Löw musste vor dem Duell mit dem Fußball-Zwerg Aserbaidschan plötzlich erst einmal Rücktritts-Gerüchte um Michael Ballack dementieren....
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Christoph Daum hat gegen seinen Klub Fenerbahce schwere Vorwürfe erhoben.
Der beim Klub in Ungnade gefallene Daum soll angeblich von einem Vorstandsmitglied bedroht worden sein.
Trainer Christoph Daum hat schwere Vorwürfe gegen seinen Klub Fenerbahce Istanbul erhoben.
Der frühere Bundesligacoach bezichtigte ein namentlich nicht genanntes Vorstandsmitglied der Drohung gegen ihn und seine Familie.
Der Verein fühlt sich missverstanden und bestellte Daum aus dessen Urlaubsdomizil auf Mallorca nach Istanbul.
Eine Trennung nach dem verpassten Titel wird immer wahrscheinlicher, doch noch steht die Hürde der hohen Abfindung im Weg.
“Der Vorstand hat mich gewarnt: Wenn du wiederkommst, kann es für dich und deine Familie ungemütlich werden”,
sagte Daum der Bild-Zeitung und bestätigte entsprechende Berichte in türkischen Medien.
Er habe dies als Drohung empfunden, wolle aber nicht einknicken:
“Ich habe gesagt: Dann bleibt meine Familie in Köln und ich ziehe hier in Istanbul in ein Hotel und nehme mir zwei Bodyguards.”
Der Klub wollte sich öffentlich zu dem Vorwurf zunächst nicht äußern.
Aus Vereinskreisen wurde jedoch bekannt, dass man Daum nur einen Rat geben wollte.
Schließlich sei die Lage nach der am letzten Spieltag verpassten Meisterschaft und den danach folgenden Ausschreitungen im Stadion weiterhin höchst brisant.
Daum will Gewissheit
Der in die Kritik geratene Daum will sich aber nicht einschüchtern lassen.
Der 56-Jährige erklärte in einem Interview der türkischen Zeitung Fanatik, dass er nach seiner Ankunft in Istanbul am Donnerstag
dem Klubpräsidenten Aziz Yildirim seine Pläne präsentieren wolle.
Allerdings würde Fenerbahce lieber einen Neuanfang mit einem anderen Trainer starten.
“Ich will jetzt auch wissen, ob er weiter mit mir plant oder nicht. Bisher habe ich noch keine Entscheidung mitgeteilt bekommen.
Am 28. Juni ist Trainingsauftakt. Bis dahin werden wir sehen, wie er entscheidet”, sagte Daum dem Kölner Express.
Eine Entlassung würde den türkischen Rekordmeister schätzungsweise acht Millionen Euro kosten,
schließlich besitzt der ehemalige Meistertrainer des VfB Stuttgart noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012.
Verhandlungen über einen Auflösungsvertrag scheiterten bislang. Klubboss Aziz Yildirim will die Abfindung drücken,
schließlich musste schon Daums Vorgänger Luis Aragones für viel Geld aus seinem Vertrag entlassen werden.
Meisterschaft verpasst
Daum steht seit Saisonbeginn in Diensten des Spitzenklubs, nachdem er im vergangenen Sommer
den 1. FC Köln kurzfristig für das hochdotierte Angebot am Bosporus verlassen hatte.
Fenerbahce hatte er bereits von 2003 bis 2006 betreut und damals zweimal zum Meister gemacht.
Dies war ihm in der abgelaufenen Saison nicht gelungen.
Am letzten Spieltag wähnten sich die Fener- Fans sechs Minuten als Meister, doch der Stadionsprecher war falsch informiert,
als er den vermeintlichen Ausgleich von Besiktas bei Bursaspor vermeldet hatte.
Daraufhin war es zu schweren Krawallen gekommen.
Zehn Tage zuvor stand Daum mit Fenerbahce schon nach dem verlorenen Pokalendspiel mit leeren Händen da.
Startcrash! Bremse explodiert! Drama um Schumi & Vettel
Nicht schon wieder! Wie in Bahrain vor zwei Wochen versagte bei Sebastian Vettel (22) die Technik. Diesmal explodierte die linke Bremsscheibe seines Red Bulls, das Australien-Aus kam in Runde 26. Dabei lag der Deutsche souverän in Führung.
Vettel: „Das ist Scheiße. Im Moment möchte ich am liebsten nach Hause gehen, aber das Leben geht weiter.“
Unwesentlich besser lief es für Michael Schumacher (41), der gleich in der ersten Kurve mit Fernando Alonso (Ferrari) crashte. Der Mercedes-Star musste eine Aufholjagd starten, die aber nur zu Platz 10 reichte. Nur 1 WM-Punkt für Schumi! Team-Kollege Rosberg fuhr immerhin auf Platz 5.
Schumi: „Eigentlich war alles gut. Ich war voller Tatendrang, alle sind am Start schön rübergefahren. Dann klopft plötzlich einer von hinten an. Glücklicherweise traf mich auch vorne einer, so dass es mich wieder gerade gedreht hat. Leider ist auch der Frontflügel kaputt gegangen. So war das Rennen vorgezeichnet. Wir haben überlegt, ob wir die Reifen wirklich noch mal wechseln sollen und uns mehr an dem Abstand zu den Fahrern nach hinten orientiert.“
Den Großen Preis von Australien gewann der Brite Jenson Button (McLaren) vor dem Überraschungszweiten Kubica im Renault und den beiden Ferraris von Massa und Alonso.
So lief das Rennen in Melbourne:
Pünktlich zum Start setzt der Regen ein, die Piste wird nass. Die Teams starten mit Intermediate-Reifen. Und es geht rutschig los!
In der ersten Kurve kollidieren Button (McLaren) und Alonso, dessen Ferrari wiederum Schumis Mercedes trifft. Kurz danach crasht der Japaner Kobayashi (Sauber) ungebremst in den Williams von Nico Hülkenberg. Eine schlimme Szene! Das Safety Car kommt raus.
Schumis Frontflügel ist bei der Kollision kaputt gegangen, schleift über den Asphalt, schlägt Funken. Der Rekord-Weltmeister muss an die Box, fällt ans Ende des Feldes zurück (zwei Ränge vor ihm Alonso). Da das Safety Car draußen ist, verliert Schumi aber nicht all zu viel Zeit.
Nach Formel Gähn in Bahrain, diesmal schon in Runde 1 Mega-Action. Vettel führt vor Massa, Webber und Kubica. Alonso und Schumacher rollen das Feld von hinten auf.
In Runde 9 kommen plötzlich fast alle Teams an die Box und wechseln auf Trockenreifen. Nur die Red Bulls von Vettel und Webber bleiben draußen, der Deutsche kommt eine Runde später – und bleibt vorne. Webber verliert dagegen einige Plätze.
Nach 20 Runden hängt Schumi als 13. hinter dem Toro Rosso von Alguersuari fest, kommt nicht vorbei, während Alonso zwischenzeitlich auf den 7. Rang vorgefahren ist. Vettel führt weiter vor Button (4,4 Sekunden Vorsprung).
SchumI: „Die Jungs geben richtig Gas. Wir zwei waren zusammen teilweise ja schneller als die an der Spitze. Irgendwann hat Alguersuari mir dann den Gefallen getan und mich vorbeigelassen.“
Dann der Vettel-Schock! In der 26. Runde hat der Red Bull Brems-Probleme, rutscht von der Strecke – das Aus. Wieder kostet die Technik Vettel den Sieg. Jetzt führt Button vor Kubica, Hamilton bärenstark auf Platz 3.
Vettel: „Ich habe in Kurve 13 Vibrationen im Auto gespürt. Dann habe ich vorsichtig angebremst und dann ist wohl die linke vordere Bremsscheibe explodiert."
30. Runde: Schumacher kann Alguersuari nicht mehr von hinten sehen, fährt wieder an die Box, zieht neue Reifen auf. Platz 12. Er hat über eine Minute Rückstand auf die Spitze.
Die letzten zehn Runden, jetzt entscheiden die Reifen. Die ersten vier versuchen mit einem Satz Trockenreifen durchzufahren. Hamilton, der zweimal an der Box war, holt massiv von hinten auf (über zwei Sekunden schnellere Rundenzeiten). Aber der Brite kommt an Alonso im Ferrari einfach nicht vorbei. Dafür knackt Schumi endlich (Runde 55) den Spanier Alguersuari, fährt vor auf Platz 11.
Dann ein Crash zwei Runden vor Schluss: Hamilton attackiert Alonso Eingang der Zielgeraden. Webber fährt Hamilton hinten drauf, beide drehen sich, können aber weiterfahren. Nutznießer ist Nico Rosberg, der so auf den 5. Platz vorgespült wird. Der Sieger heißt Jenson Button, Schumi wird noch Zehnter!
1-Jahres-Vertrag +++ Mercedes zahlt 7 Mio +++ Erstes Rennen am 14. März in Bahrain
Der Traum aller deutschen Formel-1 -Fans ist wahr geworden.
Michael Schumacher (40) hat bei Mercedes einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben.
Kann er im Silberpfeil zum 8. Mal Weltmeister werden?
In 81 Tagen geht es wieder los: Sonntag, Schumi, Formel 1 .
Oh, wie ist das schön!
Das größte Comeback der Sport-Geschichte – es ist perfekt. Wie schon am 12. Dezember zum 1. Mal berichtet,
ist jetzt in trockenen Tüchern: Michael Schumacher , der erfolgreichste Rennfahrer aller Zeiten, ist zurück.
Und das Beste: Schumi fährt Mercedes. UNSEREN Mercedes .
Seit Dienstag ist der schwarz-rot-silberne Traum wunderschöne Realität.
Nach Informationen unterschrieb Schumi im Hauptquartier des neuen Mercedes-GP-Teams in Brackley (England) seinen neuen Formel-1-Vertrag. Laufzeit: ein Jahr. Gehalt: 7 Mio. Euro.
MERCEDES SCHENKT UNS SCHUMI !
Über einen Monat dauerten die Gespräche zwischen dem neuen Mercedes-Team und Schumi .
Das große Glück: Auf Mercedes-Seite verhandelte Schumi mit einem seiner besten Freunde. „Superhirn“ Ross Brawn war schon bei Ferrari (96 – 2006) und vorher bei Benetton (92 – 95) Schumis Technikdirektor.
Mit ihm holte er alle 7 WM-Titel. Brawn, jetzt Teamchef bei Mercedes GP, und Schumi teilen alle Geheimnisse.
Die Kombination Brawn / Mercedes war für Schumi zu reizvoll, um sie ablehnen zu können.
Nach dem geplatzten Ferrari-Comeback – Schumi musste im August wegen einer nicht ausgeheilten Kopf- und Nackenverletzung absagen – hatte ihn der Rückkehr-Virus gepackt.
Er wollte unbedingt wieder – doch bei Ferrari konnte er nicht mehr.
Die Italiener haben ausgerechnet Schumis Erzfeind Fernando Alonso (28) in ihr Team geholt.
„Wir können Michael kein Cockpit mehr bieten“, gestand Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo letzte Woche.
Na, und? Dann siegt Schumi eben im Silberpfeil...
... und Deutschland hat eine echte Formel-1-Nationalmannschaft! Denn neben Schumi wird Super-Aufsteiger Nico Rosberg (24) im zweiten Silberpfeil sitzen.
Im Januar soll Schumi seinen neuen Dienstwagen (Startnummer 4) zum 1. Mal testen. Mercedes arbeitet aktuell an einer Sondergenehmigung.
Das 1. Rennen ist am 14. März in Bahrain. In 81 Tagen.
Doch das Schumi-Fieber hat jetzt schon alle gepackt...
Mercedes plant, für die neue Formel-1-Saison Rekordweltmeister Michael Schumacher zu reaktivieren.
Eine Einigung über ein Jahresgehalt von fünf Millionen Euro mit einem Anschlussjob als Markenbotschafter wollte Schumachers Manager Willi Weber allerdings nicht bestätigen.
Noch nicht?
An neuen Reizen mangelt es der Formel 1 keineswegs. Technikänderungen inklusive Nachtankverbot und ein neues Punktesystem (25-20-15-10-8-6-5-3-2-1)
versprechen für die im März beginnende Saison ebenso Spannung wie der Teamwechsel des Weltmeisters Jenson Button.
Alles in den Schatten stellt aber der Plan von Mercedes, den siebenfachen Champion Michael Schumacher , 41, zu reaktivieren.
Medienmeldungen über eine Einigung auf ein Jahresgehalt von fünf Millionen Euro samt Anschlussjob als Markenbotschafter wollte Schumachers Manager allerdings nicht bestätigen.
„Die Sache verselbständigt sich, obwohl ich immer wieder sage: ,Da ist nichts dran‘“, sagte Willi Weber
Interesse an einer Rückkehr besteht aber zweifellos.
Aus Italien wurde kolportiert, dass Schumacher seinen dreijährigen Beratervertrag bei Ferrari noch nicht unterschrieben hat, obwohl ihm die Vereinbarung mit dem Traditionsteam schon seit mehreren Wochen vorliegt.
Nach der Verpflichtung Fernando Alonsos soll sich auch bei der Scuderia das Interesse an der Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dessen früheren Rivalen deutlich abgekühlt haben.
Da Schumacher , der 2010 mit dem KTM-Team bei der IDM-Motorradmeisterschaft starten wollte, gerade erst dafür geplante Testfahrten in Spanien absagte,
glauben nun auch Insider an Schumachers Rückkehr.
„Michael hat noch eine Rechnung offen“, erklärte Ex-Pilot Damon Hill. „Er ist unglaublich fit. Er hat in seinem Leben niemals etwas anderes gemacht.“
Und im Gegensatz zu ihm selbst, der mit 37 Jahren im Jordan letztmals ein Rennen gewann, hätte Schumacher bei Mercedes sogar das beste Material.
Einziges Problem wäre demnach die durch einen Motorradunfall verursachte Nackenverletzung Schumachers, die schon im Sommer einen Ferrari-Einsatz verhindert hatte.
Selbst wenn inzwischen alles verheilt ist, bleibt fraglich, ob ein schmerzfreier Einsatz über fast zwei Stunden in einem Formel-1-Wagen mit seinen ernormen Fliehkräften möglich ist.
Diese Zweifel können erst im Februar beseitigt werden, da Testfahrten erst dann wieder offiziell erlaubt sind.
Update:
Das Formel-1-Comeback des 40-jährigen Rekordweltmeisters Mchael Schumacher bei Mercedes ist angeblich so gut wie perfekt.
Laut "Focus" haben sich der siebenmalige Champion und die Stuttgarter für eine Gage von geschätzten 3,5 Millionen Euro auf eine Zusammenarbeit für 2010 geeinigt.
Letzte Hürde sei eine Gesundheitsprüfung. Zudem soll Schumacher als Sportbotschafter langfristig an die Marke mit dem Stern gebunden werden.
Manager Willi Weber sagte dem Sportinformationsdienst (SID): "Es ist geil, was da passiert.
Die Sache verselbständigt sich, obwohl ich immer wieder sage: 'Da ist nichts dran.'" Er fügte hinzu: "Ich weiß nichts davon.
Ich tappe genauso im Dunkeln wie die Presse. Ich habe weder mit Mercedes gesprochen noch habe ich Termine mit ihnen."
Schumachers Sprecherin die Angaben auf Anfrage nicht kommentieren.
Ein Mercedes-Sprecher antwortete auf die mögliche Verpflichtung von Schumacher wie in den vergangenen Tagen.
"Es wird immer spekuliert, solange ein Sitz in unserem Team nicht besetzt ist. Und manche Spekulationen sind eben auch Träume, die nicht in Erfüllung gehen", sagte er dem SID.
Mercdes-Sportchef Norbert Haug hatte zuletzt auch bemerkt, dass er noch nicht versprechen könne, dass die "Bescherung noch vor Weihnachten stattfinden wird".
Multimillionär Schumacher wäre laut "Focus"-Informationen angeblich sogar bereit, für ein Zehntel seines letzten Gehalts bei Ferrari von geschätzten 35 Millionen Euro zu fahren.
Er trainiert nach Angaben seines Vaters Rolf intensiv und gewann zuletzt auch erneut das Race of Champions mit Vizeweltmeister Sebastian Vettel.
Ob er fit genug für eine Rückkehr in die Königsklasse wäre, ist aber weiter unklar.
Im August war ein Kurz-Comeback Schumachers bei Ferrari als Ersatz für den verletzten Brasilianer Felipe Massa gescheitert, weil er wegen der Nachwirkungen eines schweren Motorradsturzes vom Februar den körperlichen Belastungen in einem Formel-1-Boliden bei Testfahrten nicht standhielt. Zudem steht Schumacher bei Ferrari im Wort - im September war mündlich eine Berater-Vereinbarung mit der Scuderia bis Ende 2012 bestätigt worden. Ein unterschriebener Kontrakt existiert aber offenbar nicht.
Louis van Gaal und die Bayern müssen gegen Frankfurt siegen
Trainer Louis van Gaal angezählt und die Champions-League-Versager in der Pflicht: Rekordmeister Bayern München ist vor dem Doppelpack gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga am heutigen Samstag (15.30 Uhr/live bei Sky und Liga total) sowie im Achtelfinale des DFB -Pokals am Mittwoch zum Siegen verdammt. Bei einer weiteren Pleite droht das Bayern-Gelände an der Säbener Straße zum Pulverfass zu werden.
Unter Druck stehen auch Markus Babbel mit dem VfB Stuttgart bei Hannover 96, Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln vor dem nicht nur sportlich brisanten rheinischen Derby und Schlusslicht Hertha BSC Berlin, bei dem Coach Friedhelm Funkel die Serie von acht Niederlagen gegen Meister VfL Wolfsburg endlich beenden will. Zum Tag der Verfolger wird der Sonntag mit dem Duell zwischen Schalke 04 und dem Hamburger SV sowie dem Gastspiel von Werder Bremen beim Drittletzten VfL Bochum (beide 17.30 Uhr).
Rummenigge: “Es bedarf jetzt Siege”
Bei den Bayern ist die Schonfrist für van Gaal offensichtlich abgelaufen. “Er weiß, dass wir Erfolg haben müssen”, sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, nimmt nach dem 1:2 bei Girondins Bordeaux aber vor allem die schwächelnden Stars in die Verantwortung: “Nun ist eine Reaktion der Mannschaft gefragt. Es bedarf jetzt Siege.”
Sollte auch gegen Frankfurt kein “Dreier” gelingen, wäre der Kontakt zur Spitze endgültig abgerissen. Hoffnung gibt zumindest Neuzugang Arjen Robben, der nach seiner Knie-Operation in den Kader zurückkehrt. Dagegen fehlen weiter die verletzten Franck Ribery und Ivica Olic. Nationalstürmer Mario Gomez muss wohl erneut auf der Ersatzbank Platz nehmen.
Bei der Eintracht kann Trainer Michael Skibbe bis auf seinen angeschlagenen griechischen Stürmer Ioannis Amanatidis aus dem Vollen schöpfen. Landsmann Nikos Liberopoulos, der beim Training mit einem Plastik-Dummy zusammengeknallt war, wird trotz einer genähten Fleischwunde am Schienbein auflaufen.
Stuttgart strebt in Hannover Krisenbewältigung an
Bei Stuttgart hofft man in Hannover endlich auf einen Schritt aus der Krise. “Ich fordere von den Spielern, dass sie die Situation annehmen, ihre Chancen nutzen und keine Angst haben”, sagte der in der Kritik stehende VfB-Teamchef Babbel, der vier Tage nach dem 1:3 in der Champions League gegen den FC Sevilla von einem weiteren Tiefschlag nichts wissen will: “Ich kann mich nicht erinnern, dass ich irgendwann drei Mal in Folge verloren habe.”
Öffentlich genießt Babbel weiter das Vertrauen der Klubführung. Laut Manager Horst Heldt gebe es “kein Ultimatum für den Trainer”, der ohne die Nationalspieler Cacau und Sami Khedira auskommen muss.
Hoffnung auf Drobny-Rückkehr bei Hertha
Verzweiflung herrscht bei der Hertha, die selbst in der Europa League gegen den SC Heerenveen mit 0:1 verlor. Funkel, der den Sturz als Nachfolger von Lucien Favre bei drei Pleiten nicht stoppen konnte, hat eine einfach Marschrichtung ausgegeben: “Kämpfen, kämpfen, kämpfen!”
Wie verunsichert die Berliner sind, zeigt der Ausspruch von Fabian Lustenberger: “Am besten stellen wir uns 90 Minuten hinten rein und machen dann irgendwie ein Tor”, meinte der wieder genesene Schweizer. Hoffnung gibt die mögliche Rückkehr von Torhüter Jaroslav Drobny. Die Wolfsburger wollen nach dem 0:0 in der Champions League gegen Besiktas Istanbul Tuchfühlung zur Spitze halten.
Duell der Aufsteiger in Mainz
Das gilt auch für 1899 Hoffenheim gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg. “Ich hoffe, dass das Team aus den beiden Niederlagen in Bremen und Mainz gelernt hat”, sagte Trainer Ralf Rangnick. Im DFB -Pokal hatte Hoffenheim mit 1:0 in Nürnberg gewonnen. Zum Duell der bislang starken Aufsteiger kommt es zwischen dem FSV Mainz 05 und dem SC Freiburg .
Die finanziell angeschlagenen Schalker wollen ihren Höhenflug unter Trainer-Manager Felix Magath auch gegen Hamburg fortsetzen. Magath sieht die Knappen zwar “noch nicht als Spitzenteam”, doch Platz drei nach neun Spielen spricht eine andere Sprache. Der HSV hat beim 1:0 in der Europa League bei Celtic Glasgow gezeigt, dass er trotz der zahlreichen Verletzten auf Erfolgskurs bleibt. Auch in Schalke gilt für den Tabellenzweiten das Motto: Weiter durchmogeln.
Tausend Polizisten überwachen Alkoholverbot in Gladbach
Ein Bundesliga-Novum gibt es in Mönchengladbach. Mit einem strikten Alkoholverbot soll heute eventuellen Ausschreitungen im Rahmen des rheinischen Derbys zwischen der Borussia und dem 1. FC Köln vorgebeugt werden. Die Verfügung von Mönchengladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude, die auch das Mitführen und die Benutzung von Gläsern oder Glasflaschen einschließt, gilt zwischen 9.00 und 15.30 Uhr für insgesamt 142 Straßen der Stadt und wird von 1000 Polizisten überwacht.
Verletzungsfolgen des Motorradunfalls verhindern Rückkehr.
"Ich habe gestern Abend Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Teamchef Stefano Domenicali darüber informieren müssen, dass ich nicht für Felipe einspringen kann. Ich habe absolut alles versucht, dieses Comeback auf Zeit möglich zu machen, aber zu meinem größten Bedauern klappt es nicht. Die Schmerzen im Nacken, die nach dem privaten F1-Tag in Mugello auftraten, haben wir leider nicht in den Griff bekommen - auch wenn wir alles versucht haben, was medizinisch und therapeutisch machbar ist.
Die Verletzungsfolgen vom Motorrad-Unfall im Februar, als ich mir Brüche im Bereich Kopf und Hals zugezogen habe, sind leider noch immer zu schwer. Daher kann mein Nacken den extremen Belastungen der Formel 1 nicht standhalten. Das hat sich im Verlauf der Untersuchungen, die wir während der vergangenen beiden Wochen immer wieder angestellt haben, und der Abschluss-Untersuchung gestern Nachmittag deutlich gezeigt. Weil sich die Probleme im Nacken, die nach dem Tag in Mugello aufgetreten waren, nicht besserten, habe ich mich am Sonntag kurzfristig entschieden, diese eindringliche Untersuchung bereits gestern zu machen.
Ich bin zutiefst enttäuscht. Mir tut es wahnsinnig leid für die Jungs bei Ferrari und alle die Fans, die mir die Daumen gedrückt haben. Ich kann nur nochmals sagen, dass ich alles versucht habe, was in meiner Macht stand. Ich wäre gerne für Felipe eingesprungen. Jetzt bleibt mir nur, dem gesamten Team die Daumen für die nächsten Rennen zu drücken."
Sollte Schalke 04 in dieser Saison deutscher Meister werden, können sich die Fans der Königsblauen auf Ex- Manager Rudi Assauer im “Adamskostüm” freuen. Mit Blick auf die Schalker Meisterschafts-Chancen sagte Assauer in seinem am Donnerstag veröffentlichten Internet-Blog www.rudis-zuendstoff.de : “Schaffen sie nicht. Wenn Schalke in diesem Jahr Meister wird, renn” ich nackt durchs Stadion.”
Auch den Transfer von Nationalstürmer Mario Gomez vom VfB Stuttgart zu Rekordmeister Bayern München nahm Assauer aufs Korn: “Wenn Gomez 30 Millionen wert ist, müsste ein Liter Milch 1000 Euro kosten”, sagte Assauer, der den FC Bayern dennoch als kommenden deutschen Meister sieht. Sein Ex-Klub Schalke 04 wird laut Assauer nicht über Rang acht hinauskommen, für die kommenden Absteiger hält er Hannover 96 sowie die Aufsteiger SC Freiburg und Mainz 05.
Auf seiner Internetseite will sich der ehemalige Schalke- Manager vor jedem Spieltag per Videobotschaft zu Wort melden.
Fußball: Real schraubt Ablöse von Ronaldo auf eine Milliarde
Nach Angaben eines Sportblattes könnte die Ablösesumme von Christiano Ronaldo bald auf bis zu einer Milliarde Euro steigen. Die Madrilenen wollen diese immense Ablösesumme vor allem zum Schutz vor arabischen Ölscheichs festschreiben.
Der Portugiese, der offiziell am 6. Juli in Madrid vorgestellt werden soll, wechselte für eine Rekord-Ablösesumme von 94 Millionen Euro von Manchester United zu Real Madrid.
Bisher ging man von einer Ablösesumme von 200 Mio. Euro aus, welche an sich schon Rekordverdächtig ist. Bisher hatten Raúl, van Nistelrooy und Puyol den Rekord für die höchste festgeschriebene Ablösesumme (180 Mio. Euro).
Bundesligist Hertha BSC Berlin und Manager Dieter Hoeneß gehen in Zukunft getrennte Wege. Als Nachfolger des 56-Jährigen wird Ex-Profi Michael Preetz gehandelt.
Manager Dieter Hoeneß hat den seit Monaten tobenden Machtkampf bei Bundesligist Hertha BSC Berlin verloren und muss den Verein verlassen. “Nach insgesamt fast dreizehnjähriger Tätigkeit in verschiedensten Funktionen bei Hertha BSC verlässt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA, Dieter Hoeneß, den Verein auf eigenen Wunsch vorzeitig zum 30.06.2009?, hieß es in einer Pressemitteilung der Hertha am Sonntagabend.
Wie die Hertha weiter mitteilte, sei die Trennung zum Saisonende am Sonntag “freundschaftlich und einverständlich vereinbart” worden. “Die Vereinsgremien des Clubs und der Vorsitzende der Geschäftsführung (Hoeneß/Anmerk. d. Red.) hatten zuletzt unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Vereins- und Geschäftspolitik”, hieß es weiter. Dieter Hoeneß, nach seinem Bruder Uli (30 Jahre im Amt) zurzeit dienstältester Manager im Fußball-Oberhaus, wird wohl eine Abfindung erhalten. Spekulationen zufolge soll es sich um die Summe von einer Million Euro handeln.
Differenzen zwischen Präsident Gegenbauer und Hoeneß
Vor allem die zum Teil öffentlich ausgetragenen Differenzen zwischen Hertha -Präsident Werner Gegenbauer und Hoeneß haben den Klub stark belastet. Zuletzt hatte Hoeneß dann auch noch erhebliche Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Lucien Favre. Der Verein war zum Handeln gezwungen, da in nächster Zeit wichtige Entscheidungen bei Transfers anstehen. Favre hatte zuletzt bei Personalfragen vermehrt über Hoeneß geklagt. Das Präsidium befürchtete wohl, der erfolgreiche Coach könne dem Werben anderer Klubs erliegen und Hertha verlassen.
Wer die Aufgaben von Hoeneß zukünftig übernimmt, teilte die Hertha nicht mit. Die Nachfolge ist aber wohl geregelt. Den sportlichen Bereich soll Ex-Profi Michael Preetz übernehmen. Der 41 Jahre alte ehemalige Torjäger wurde bei einem Auswahlverfahren für Führungskräfte (”Assessment Center”) für geeignet befunden. Auch Klub -Jurist Jochen Sauer und drei weitere Kandidaten bestanden den Test. Hertha will die umfangreichen Aufgaben, die in den Verantwortungsbereich von Hoeneß fielen, nun auf mehrere Schultern verteilen. “Natürlich schmeckt mir das nicht, Opfer einer Kampagne zu sein”, hatte Hoeneß noch am Freitag gesagt.
Seit Wochen litt der Klub unter dem Machtkampf der Bosse. Auslöser war ein Krach zwischen Hoeneß und Gegenbauer im Dezember 2008. Der Präsident hatte den Manager nach mehreren Auftritten in den Medien für seine Selbstdarstellung kritisiert und von “Dieter-Hoeneß-Festspielen” gesprochen. Seitdem war die Golf-Freundschaft beendet.
Auch mit Trainer Favre geriet Hoeneß immer häufiger aneinander. Bei Transfers lagen die Meinungen oft auseinander. Hoeneß wollte zur Winterpause den Brasilianer Junior Cesar verpflichten. Favre lehnte ab und blamierte den Manager in der Öffentlichkeit. Auch bei Torjäger Marko Pantelic, den Hoeneß gerne behalten hätte, wehrte sich der Schweizer gegen eine Weiterbeschäftigung - mit Erfolg.
Ära Hoeneß mit Licht und Schatten
Hoeneß, der als Spieler mit Bayern München fünfmal deutscher Meister wurde und dreimal den DFB-Pokal gewann, kam im November 1996 zu Hertha BSC Berlin . Zunächst arbeitete er als Vize-Präsident, wenige Monate später wechselte er ins Amt des Managers und verschaffte dem Klub moderne Strukturen. Hertha spielt seit 1997 ununterbrochen in der Bundesliga , konnte aber keinen großen Titel gewinnen.
In finanziellen Dingen bewies Hoeneß, der 1992 als Manager mit dem VfB Stuttgart deutscher Meister geworden war, nicht selten ein unglückliches Händchen. Teure Verpflichtungen wie die von Alex Alves entpuppten sich als Flops. Hertha häufte zwischenzeitlich eine enorme Schuldenlast an, die im Jahr 2006 mit rund 54 Millionen Euro einen Höchstwert erreichte. Aktuell drücken den Verein Verbindlichkeiten von rund 33 Millionen Euro. Bei Neuverpflichtungen sind dem Klub die Hände gebunden, da ein Transferüberschuss von fünf Millionen Euro erzielt werden muss.
“Dieter Hoeneß hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich Hertha BSC in den vergangenen Jahren zu einem national wie international anerkannten Fußballverein entwickelt hat”, hieß es am Ende der Pressemitteilung.