und könne vielleicht sogar in Zukunft einmal als Therapiemöglichkeit in Betracht gezogen werden.
"Wir haben 103 jungen Erwachsenen eine frustrierende Aufgabe gestellt und sie dann zufällig in vier Gruppen eingeteilt.
Eine bekam gar kein Spiel vorgesetzt, eine sollte ein gewaltfreies Spiel ausprobieren, eine sollte ein gewalthaltiges Spiel
aus der Sicht eines guten Helden spielen und die letzte Gruppe ein Spiel aus der Sicht einer bösen Hauptfigur.
Die Resultate vermitteln den Eindruck, dass gewalthaltige Spiele Depressionen und feindselige Gefühle reduzieren.", so Ferguson in seiner Studie.
Auch wenn Ferguson durchblicken ließ, dass noch weitere Untersuchungen nötig seien, um das Ergebnis zu bestätigen,
äußerte er dennoch Hoffnung, dass gewalthaltige Videospiele in Zukunft als Therapie für gewalttätige Kinder und Jugendliche herangezogen werden könnten.
Selbst-Versuch: Brite infiziert sich mit Computer-Virus
Wissenschaftler will auf Gefahren für medizinische Implantate hinweisen.
Dr. Mark Gasson lehrt an der Universität von Reading (England)
Mark Gassons Virus hat mit Schnupfen nichts zu tun: Seiner ist elektronisch – und er hat sich selbst damit infiziert.
Ein Computerchip, den er unter der Haut trägt, ist verseucht!
Grund für den Selbst-Versuch: Der Wissenschaftler der Uni Reading (bei London) will auf die Gefahren von Hightech-Medizin aufmerksam machen.
Sie verwendet Chips, wie Gasson sie trägt, beispielsweise in Implantaten wie Herzschrittmachern.
Gasson: „Stellen Sie sich vor, jemand entwickelt einen Virus, der solche Geräte einfach abstellt!“
Bereits letztes Jahr ließ sich Gasson den reiskorngroßen Funkchip (RFID) in die linke Hand einpflanzen, um so einfachen Zugang zu seiner Universität zu haben.
Ebenso nutzte er ihn für sein Handy – statt einen Code einzugeben. Ähnliche Chips werden auch Haustieren eingepflanzt, um sie zu registrieren.
Als der Forscher die Uni mit dem infizierten Chip betreten wollte, stellte er nicht nur fest, dass dieser das ganze Sicherheitssystem lahmlegte, sondern,
dass der Virus auch das Lesegerät an den Türen infizierte und sich von dort aus auf die Funkchips anderer Kollegen ausbreiten wollte.
Die Vorstellung, als erster Mensch einen Computer-Virus in sich zu tragen, findet der Wissenschaftler „aufregend“.
Körperliche Auswirkungen des Chips spürt der Wissenschaftler nicht: „Er gehört mittlerweile zu meinem Körper.“
Gleichzeitig sei die Situation aber auch „verletzend“, da sie möglicherweise außer Kontrolle geraten könne.“
Seine Erfahrungen will der Brite nächsten Monat auf einem Technik-Symposium in Australien vorstellen.
Gasson: „Das Experiment hat uns einen Vorgeschmack gegeben auf die Probleme, die uns in der Zukunft erwarten.“
Und weiter: „Unser nächster Entwicklungsschritt wird sein, dass wir alle zum Teil Maschinen werden.
Da wird es großen sozialen Druck geben. Wer sich weigert, könnte davon Nachteile haben.
Doch wir müssen aufpassen, was diese Entwicklung für Gefahren birgt.“
So oder ähnlich könnten diverse Boulevard-Medien demnächst titeln. Laut der Studie einer US-Universität
fällt es Männern nämlich -angeblich- leichter sich für Videospiele als für Sex zu begeistern.
Eine aktuelle Studie einer kalifornischen Universität scheint nun doch wieder das eigentlich überkommen
gedachte Klischee vom immer noch etwas weltfremden, exzentrischen Zocker -teilweise- zu belegen.
Versuchs"aufbau" war folgender: 100 männliche Studenten wurden gebeten, ein ihnen noch unbekanntes Videospiel über einen Zeitraum von 30 Minuten anzutesten.
Zur Auswahl standen Blockbustertitel wie Super Mario Galaxy oder auch Gears of War 2.
Sodann 'mussten' sich die Probanden eine weitere halbe Stunde mit ihren jeweiligen Partnerinnen vergnügen.
Details hierzu, beispielsweise ob der zur Verfügung gestellte Zeitraum in Gänze genutzt wurde, verschweigt die berichtende Website Baxy-Z.
Allerdings widerspricht alleine die Existenz besagter Partnerinnen dann eben doch der oben angesprochenen Klischeevorstellung.
Zum Ergebnis: Bei 67 der Freiwilligen wurde während des Zockens ein höherer Adrenalinspiegel gemessen, als während der Zeit des Beischlafs.
Oder anders formuliert: Zocken ist aufregender als Sex!
Sichtlich überrascht waren neben den Durchführenden der Untersuchung auch die Probanden selbst:
82% behaupteten von sich im Vorfeld nämlich genau Gegenteiliges, wobei immerhin 18% (sic!) zugaben ohnehin eher an Videospielen Gefallen zu finden.
Videospiele - Doch kein Grund für Schlafstörungen?
Und wieder wurde eine Studie durchgeführt, die beweisen soll, dass gewalttätige Videospiele die menschliche Psyche beeinflussen sollen.
Dieses Mal wurde sie von australischen Forschern, unter der Leitung von Michael Gradisar , durchgeführt, die zusammen herausgefunden haben,
dass Videospiele das Einschlafen doch nicht drastisch verzögern, wie anfangs vermutet.
So wurden zwei Gruppen von Teenagern im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, die normalerweise innerhalb von 15 Minuten einschlafen, getestet.
Die eine Gruppe ließ man für 15 Minuten Modern Warfare II spielen und die andere sah sich den Film "March of the Penguins"
- ein eher melancholisches Leinwand-Theater - an.
Das Resultat war überraschend. Es gab nämlich keinen bedeutenden Unterschied.
Demnach dauerte es bei denjenigen, die Modern Warfare II spielten, lediglich 7.5 Minuten länger, um einzuschlafen,
als bei denen, die sich den Film ansahen und im Schnitt nur 3 Minuten länger brauchten.
Zwei der Tester schliefen sogar schneller ein als vorher und vier der 14-jährigen Teenagers schliefen schon während des Filmes ein,
was als "langsam und ruhig" beschrieben wird - was auch immer das heißen mag.
Man sieht also, dass die ach so verteufelten Videospiele nicht zwanghaft schädlich für die Psyche sein müssen.
Das natürlich alles in einem gewissen Rahmen und mit Maß und Ziel verfolgt werden sollte, dürfte jedem spätestens nach zwölf Stunden Dauer-Zocken geläufig sein.