 Ziviler Passagier aus Pilatus PC-7 geschleudert
Es sollte ein Flug unter Freunden werden auf einem Trip mit einer Maschine der südafrikanischen Militärstaffel Silver Falcons.
Für den Kollegen des Piloten endete die Reise in einem Albtraum.

Der Zweiplätzer startete mit Vollbesetzung, zurück kehrte nur der Pilot: PC-7 Mk II der südafrikanischen Militärstaffel Silver Falcons.
Kehrte alleine zurück: Pilot Gerhard Lourens.
«Bang! And passenger was gone» («Päng, und der Passagier war weg») titelt «Timeslive», das Nachrichtenportal der südafrikanischen Zeitung «Times». Was sich abspielte, beschreibt der Bericht so: Ein Pilot der Militärstaffel hatte einen Zivilisten mit seiner PC-7 mit auf einen Einzelflug genommen. Als der Pilot zu einem akrobatischen Manöver ansetzte, löste der Passagier den Schleudersitz aus. Innert Sekundenbruchteilen wurde der Mitflieger mit einer Beschleunigung von 20 g (20-fache die Erdbeschleunigung) aus der Maschine katapultiert. Der erstaunte Pilot, Gerhard Lourens, habe abgedreht und sei an den Ort des Geschehens zurückgekehrt, um zu schauen, ob sein verlorener Passagier noch lebt. Und das tat er, schwebend in der Luft am Fallschirm. Die PC-7 landete später unversehrt.
Die südafrikanische Luftwaffe (South African Air Force, SAAF) bestätigte den Vorfall vom Mittwoch. «Noch sind viele Informationen nicht gesichert. Bestätigt ist aber, dass ein ziviler Passagier mit der PC-7 Mk II Astra mitflog und aus noch ungeklärten Gründen aus dem Flugzeug geschleudert wurde.» SAAF wird den Vorfall aber untersuchen.
Noch keine Reaktion in Stans
Ein pensionierter SAAF-Pilot sagte dem Blatt, der Passagier könne von Glück reden, nicht verletzt worden zu sein. Die Piloten würden das Auslösen des Schleudersitzes intensiv üben. Bei falscher Handhabung könnten schwere Verletzungen die Folge sein. Erst wenn der Pilot «eject, eject, eject» rufe, sei der Nothebel «Loop» zwischen den Beinen unter dem Sitz zu ziehen. Diese Prozedur werde vor jedem Start zwischen den Insassen besprochen.
Der Vorfall geschah in einem Flugzeug des Zentralschweizer Flugzeugbauers Pilatus Aircraft. Am Hauptsitz in Stans hatte man noch keine Kenntnis von dem Fall. «Wir wurden von offizieller Seite nicht über diesen Vorfall informiert», hiess es auf Anfrage von Bernerzeitung.ch/Newsnetz. Bei Pilatus kennt man keine ähnlichen Fälle. Von sich aus wird man bei Pilatus nichts weiter unternehmen. «Sollte jedoch von südafrikanischer Seite unsere Unterstützung angefordert werden, so werden wir entsprechende Hilfe leisten.»
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